{"id":110,"date":"2017-08-02T13:25:57","date_gmt":"2017-08-02T11:25:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lfb.at\/tirol\/?page_id=110"},"modified":"2025-03-26T08:53:42","modified_gmt":"2025-03-26T07:53:42","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lfb.at\/tirol\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<h2>Die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft haben als eine der letzten Berufsgruppen die Bedeutung und den Wert einer starken Organisation erkannt.<\/h2>\n<p>Sie blieben daher durch Jahrzehnte auf sozial- und arbeitsrechtlichem Gebiet gegen\u00fcber den Arbeitern in Handel, Gewerbe, Industrie und Fremdenverkehr zur\u00fcck.<br \/>\nMit der Gr\u00fcndung des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes zum Ende des Jahres 1946 hat sich das grundlegend ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Im Jahre 1949 wurde vom Tiroler Landtag die Landarbeitsordnung f\u00fcr Tirol beschlossen. Mit diesem in \u00d6sterreich, ja in ganz Europa einmaligen Gesetz haben die Land- und Forstarbeiter die Arbeiter in Gewerbe und Industrie nicht nur eingeholt, sondern in manchen Belangen des Arbeitsrechtes weit \u00fcbertroffen.<\/p>\n<p>So wurde beispielsweise in der Landarbeitsordnung erstmalig f\u00fcr Arbeiter(innen) die Weiterzahlung des Lohnes bei Krankheit durch eine bestimmte Zeitdauer und die Gew\u00e4hrung einer Abfertigung nach mindestens 5-j\u00e4hriger Dienstzeit beim gleichen Dienstgeber gesetzlich festgelegt. Die Arbeiter(innen) im au\u00dferlandwirtschaftlichen Bereich mussten auf \u00e4hnliche Regelungen noch jahrzehntelang warten.<\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung schloss der Tiroler Land- und Forstarbeiterbund f\u00fcr die Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft Tirols <strong>522 Kollektivvertr\u00e4ge<\/strong> und gemeinsam mit der Landarbeiterkammer f\u00fcr die Angestellten in der Land- und Forstwirtschaft Tirols <strong>263 Kollektivvertr\u00e4ge<\/strong> ab; dies mit solchem Erfolg, dass die Durchschnittsl\u00f6hne und Geh\u00e4lter in der Land- und Forstwirtschaft Tirols seit langem \u00fcber dem Durchschnittsverdienst der \u00fcbrigen Bundesl\u00e4nder liegen.<\/p>\n<p>Der Tiroler Land- und Forstarbeiterbund orientiert sich bei seiner Arbeit an christlichen Grunds\u00e4tzen, ist aber parteiungebunden. Das kann und darf aber nicht hei\u00dfen, dass ihm die politische Entwicklung gleichg\u00fcltig ist.<\/p>\n<p>Auf Grund seiner St\u00e4rke, seiner Leistungen und seiner konstruktiven &#8222;Politik&#8220; gelang es ihm, mit kurzen Unterbrechungen, in der Zeit von 1949 bis 1999, im Tiroler Landtag vertreten zu sein. Das war f\u00fcr die Arbeiter und Angestellten in der Land- und Forstwirtschaft von unsch\u00e4tzbarem Wert.<\/p>\n<p>Unsere Abgeordneten Hofrat Dr. Franz Weber (1949-1975), Albert Handle (1975-1994) und Landesobmann Adolf Wildauer (1997-1999) konnten durch ihre T\u00e4tigkeit im Landesparlament f\u00fcr den Land- und Forstarbeiterstand vieles bewegen und erreichen.<\/p>\n<p>Viele dieser erreichten Ma\u00dfnahmen wirken heute noch fort und es gilt mit Ge- und Entschlossenheit f\u00fcr deren Weiterbestand zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Als direkter Draht in den Tiroler Landtag steht uns seit der Landtagswahl im Jahr 2013 der Abgeordnete Ing. Alois Margreiter zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die achtmal pro Jahr erscheinende Zeitung des Tiroler Land- und Fortarbeiterbundes &#8222;Der Landarbeiter&#8220; erh\u00e4lt jedes Mitglied kostenlos zugesandt.<br \/>\nDiese Zeitung enth\u00e4lt neben Artikeln von allgemeinem Interesse spezielle Mitteilungen f\u00fcr alle vom Tiroler Land- und Forstarbeiterbund zu vertretenden Berufsgruppen (auch Pensionsten).<\/p>\n<p>Im Jahr 1949 wurde die Landarbeiterkammer f\u00fcr Tirol auf Grund eines Landesgesetzes errichtet. Unter F\u00fchrung von Vertretern des Tiroler Land- und Forstarbeiterbundes hat sie seitdem tausenden Arbeiterinnen, Arbeitern, Angestellten, Lehrlingen und Pensionisten in der Land- und Forstwirtschaft Hilfe und Unterst\u00fctzung gew\u00e4hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft haben als eine der letzten Berufsgruppen die Bedeutung und den Wert einer starken Organisation erkannt. 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